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Sehnsuchtsort Kanarische Inseln: Dem Herbst gedanklich entfliehen

Las Palmas de Gran Canaria, 12. Oktober 2020 – Graue Tage, lange Nächte: T-Shirts und Strandschlappen machen langsam aber sicher Platz für Winterstiefel und dicke Pullis. Der Herbst hat die nördliche Hemisphäre fest im Griff. Nur eine Region in Europa eignet sich noch immer, sich vom tristen Alltag eine Auszeit zu nehmen: Die Kanarischen Inseln. Wer dem Schmuddelwetter entfliehen möchte, kann sich zu einem gedanklichen Kurzurlaub auf die Kanaren träumen. 

Zunächst die harten Fakten: Die Kanarischen Inseln bekommen im Herbst und Winter mehr Sonne ab, als jeder andere Ort in Europa. Im Dezember regnet es nur an drei Tagen pro Monat, das Thermometer pendelt sich bei rund 22 Grad ein und jeden Tag scheint durchschnittlich acht Stunden lang die Sonne. Diese hervorragenden klimatischen Gegebenheiten sind einerseits in der geographischen Lage vor der Westküste Afrikas des Archipels begründet, auf der anderen Seite sorgen günstige Passatwinde und die Antizyklone der Azoren für milden Einfluss.

Wer gerade zuhause vor dem Fernseher sitzt und sich nach einem erholsamen Winterurlaub sehnt, für den sind die Kanarischen Inseln die perfekte Adresse. Um das ganzjährig traumhafte Inselparadies zu entdecken, reichen bereits einige Momente für eine gedankliche Reise oder ein paar Tage für einen tatsächlichen Urlaub aus. Im Zuge eines verlängerten Wochenendes genießen Reisende die vielfältige Landschaft mit ihren Vulkanen, Schluchten, Strände, Klippen und Wäldern und tanken dabei ganz mühelos jede Menge Vitamin D.

Kurzurlaube, sogenannte Microcations, sind auf ein maximales Reiseerlebnis in möglichst kurzer Zeit ausgerichtet. Mit ein wenig geschickter Planung ist es problemlos möglich, die Kanarischen Inseln mehrmals im Jahr zu besuchen und dabei immer wieder großartige Erfahrungen und langanhaltende Erinnerungen zu sammeln. Die Liste der Gründe, warum sich genau die spanische Inselgruppe im Atlantik so ideal für eine Microcation eignet, ist lang.

Geschütze Naturschätze

Mit über 3.000 Tier- und Pflanzenarten, die nur auf den Kanarischen Inseln vorkommen, ist es wenig verwunderlich, dass 40 Prozent der Fläche der Region speziell geschützt sind. Insgesamt gibt es sieben Biosphärenreservate, drei Meeresschutzgebiete und vier Nationalparks.

Im Teide Nationalpark auf Teneriffa  befindet sich der dritthöchste Vulkan der Welt, der Pico del Teide, den Besucher entweder per Seilbahn oder zu Fuß erklimmen. Im Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote entführen die unberührten Lavafelder mit ihren bizarren Formen und exotischen Farben den Betrachter in eine Mars-ähnliche Umgebung. Auf La Palma fasziniert der Nationalpark Caldera de Taburiente: Eine beeindruckende Schlucht mit teils bis zu eineinhalb Kilometern Tiefe, eingebettet in ein Meer aus kanarischen Pinien, erstreckt sich hier über acht Kilometer Länge. Die Anmut dieses Ortes ist nur schwerlich auf Fotos festzuhalten, sondern lässt sich am besten live und in Farbe erleben. Auch die weiteren Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, La Gomera, El Hierro und La Graciosa geizen das ganze Jahr über nicht mit naturgegebenen Reizen und eröffnen den Urlaubern spektakuläre, landschaftliche Diversität. Hier geht’s direkt zu den Naturschätzen.

Ein Eldorado für Taucher

Die Gewässer rund um die Kanarischen Inseln sind kristallklar. Mancherorts beträgt die Sichtweite unter Wasser bis zu 30 Meter. Mit rund 20°C ist die Wassertemperatur das ganze Jahr über angenehm mild. Insbesondere El Hierro ist weltberühmt für seine grandiose Unterwasserwelt. Das international geschätzte Tauchrevier des La Restinga Meeresschutzgebiets beheimatet unzählige Fischarten wie Delphine, Thunfische, Trompetenfische, Rochen, Barrakudas und viele mehr. Das Meeresschutzgebiet rund um La Graciosa ist sogar das größte Reservat seiner Art in Europa. Auch in den Gewässern vor La Palma findet sich eine beeindruckende Flora und Fauna; besonders Tiefseetauchen ist hier beliebt. Alle Tauschschulen sowie weitere hilfreiche Websites zum Thema gibt es hier.

Inselgenuss für Groß und Klein

Jeder Tag auf den Kanarischen Inseln ist ein Abenteuer, denn das Archipel hat für jeden Geschmack etwas in petto: Die Bandbreite reicht von aufregenden Wasserparks mit schwindelerregenden Rutschen und großzügigen Pools über interessante Zoos und Tierparks bis hin zu imposanten Aquarien und farbenprächtigen botanischen Gärten.

Aber nicht nur die zahlreichen Themenparks auf den Inseln sorgen dafür, dass die Unternehmungsmöglichkeiten niemals ausgehen. Auf Lanzarote entdecken Urlauber die vulkanischen Landschaften auf dem Rücken eines Kamels; auf Gran Canaria und Teneriffa versprechen Segelturns einmalige Walbeobachtungen und jede Menge frischen Wind im Gesicht; auf Fuerteventura genießen Reisende die pittoreske Küstenlinie  mit ihrem smaragdgrünen Wasser und den kilometerlangen Stränden voller feinem, weißen Sand; auf La Palma lockt ein bewundernder Blick auf den unverstellten Sternenhimmel, um sich ganz klein in der Weite des Universums zu fühlen; auf La Gomera verlaufen sich die Urlauber auf windgeküssten Pfaden durch uralte Wälder;  auf El Hierro mit seinem Vulkangestein, seinem klaren Wasser und seinen tiefgrünen Wäldern wird der landschaftliche Kontrast des Archipels besonders deutlich und auf La Graciosa schließlich frönen Reisende der Schönheit der Einsamkeit. Auf den Kanarischen Inseln bleiben keine Wünsche offen.

Neue sportliche Herausforderungen

Die Kanaren bieten perfekten Nährboden für die persönliche Entwicklung. Die abwechslungsreiche Landschaft ermöglicht eine Vielzahl an aufregenden und herausfordernden Sportarten, an denen jeder einzelne für sich selbst wachsen kann. Ob Klettern, Mountainbiken, Trailrunning, Orientierungslaufen oder Paragliden – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Hier geht’s zur Übersicht.

Insbesondere Sportarten, die Wind und Wellen voraussetzen, sind auf den Kanarischen Inseln beliebt. Aktivurlauber finden die besten Spots zum Windsurfen, Kitesurfen oder klassischen Surfen auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote. Die wohl bekannteste Surflocation des Archipels liegt am Strand von Sotavento auf Fuerteventura. Ausgezeichnete Bedingungen das Ganze Jahr über und maßgeschneiderte Kitesurfing-Angebote machen den Ort bei allen Sportlern vom Anfänger bis zum Profi so begehrt.

Exklusive Gaumenfreuden

Viele kulinarische Genüsse, die es auf den Kanarischen Inseln zu entdecken gibt, verfügen über den speziellen Status der geschützten Herkunftsbezeichnung. Vor allem ausgewählte Wein- und Käsesorten schmücken sich mit diesem Siegel. Traditionelle Herstellungsmethoden und die klimatischen Bedingungen auf dem Archipel sorgen dafür, dass viele kanarische Produkte sowohl von Kritikern gelobt als auch international mit Anerkennung versehen werden.

Die gesundheitlichen Vorteile von frischem Obst und Gemüse sind weithin bekannt. Auf den Kanarischen Inseln genießen Reisende das ganze Jahr über frisch geerntete Bananen, Tomaten, Kartoffeln und Kürbisse, die sich allesamt durch einen besonders intensiven und frischen Geschmack auszeichnen. Auch exotische Früchte wie Papayas und Mangos gedeihen prächtig auf den Inseln. Eine große Rolle im Speiseplan der Kanaren spielen Fisch und Meeresfrüchte. Die reichhaltigen Gewässer rund um die Eilande sind voller leckerer Spezialitäten. Alles Wissenswerte rund um das Thema Essen und Trinken gibt es hier.

Auszeit vom Stress des Alltags

E-Mails, Konferenzen und den tristen Alltag hinter sich zu lassen gelingt am besten in der freien Natur. Auf den acht Kanarischen Inseln gibt es davon reichlich – unzählige Orte und Plätze laden zum Verweilen ein und lassen Gäste zurück zu ihrer inneren Mitte finden. Beispiele gefällig? Auf La Gomera darf ein Besuch des Garajonay Nationalparks mit seinen mystischen Nebelschwaden und der überwältigenden Anzahl an endemischen Tier- und Pflanzenarten nicht fehlen. Touristisch weitgehend unberührt präsentiert sich Teno Rural Park auf Teneriffa, der sich für ausgedehnte Wanderungen und Naturbeobachtungen eignet. Lanzarote glänzt mit abgelegen Stränden und Vulkanromantik; besonders der Strand Bajo el Risco scheint wie aus einer anderen Welt zu stammen und lädt zum Relaxen und Staunen ein. Auf Gran Canaria lockt die Besteigung des Roque Nublo, einem freistehenden, 80 Meter hohen Monolith, der fantastische Panoramaausblicke auf die Insel ermöglicht.

Kultur? Natürlich

Wer im Urlaub neben erholsamen Momenten und grandioser Natur nicht auf kulturelle Erlebnisse verzichten möchte, ist auf den Kanarischen Inseln ebenfalls goldrichtig. Historische Denkmäler, archäologische Stätten, vulkanische Höhlen und botanische Gärten warten darauf, entdeckt zu werden. Diverse kleinere und größere Museen informieren die Urlauber auf wissenswerte und unterhaltsame Art und Weise über alle bedeutsamen Aspekte der Inseln.  Dazu zählen Wein, Seide und Salz ebenso wie das ländliche Leben generell. Alles rund um das Thema Kultur gibt es hier.