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Sicherheit im Urlaub: So steht es um die medizinische Versorgung in Europas beliebten Autoreisezielen

München, 30. Juli 2020 (w&p) – Urlaub trotz Corona: Wer sich aktuell für eine Urlaubsreise ins Ausland entscheidet, achtet nicht nur auf Strandlage oder Wellness-Angebot, sondern besonders auf die ärztliche Versorgung im Urlaubsland. Angesichts der anhaltenden COVID-19 Pandemie ist der medizinische Standard in unseren Nachbarländern für viele Reisende ein entscheidendes Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen einen Aufenthalt. Außer einer Corona-Erkrankung können aber auch typische Reiseerkrankungen wie ein Sonnenstich, eine Magenverstimmung oder Allergien die Urlaubsfreude trüben und eine Behandlung vor Ort notwendig machen. Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung, informiert, wie es um die medizinische Versorgung in Europas Urlaubsdestinationen steht.

Frankreich – Terminvereinbarung übers Callcenter

Keine Sorge um die ärztliche Versorgung müssen sich Urlauber in Frankreich machen. Die meisten Krankenhäuser sind modern und mit neuester Technik ausgestattet. Ungewohnt könnte für deutsche Urlauber der Besuch in einer Arztpraxis sein. Sprechstundenhilfen suchen Patienten oft vergebens, Termine werden vorab über ein Callcenter vereinbart. In Frankreich wird zwischen Vertragsärzten, die nach den Tarifen der gesetzlichen Krankenkassen in Frankreich abrechnen, und Ärzten mit freier Honorargestaltung unterschieden. Mit einer Reisekranken-Versicherung können Urlauber in jedem Fall sicher sein, dass sämtliche Kosten erstattet werden – egal, bei welchem Arzt sie sich in Behandlung begeben.

 Italien – Erste Hilfe nach Dringlichkeit

Nach dem Ampelprinzip werden in Italien alle Patienten eingeteilt, die sich an die „Pronto Soccorso“, die Erste Hilfe im Krankenhaus, wenden. In einer ersten Untersuchung wird die Dringlichkeit des Falls festgestellt. Menschen mit leichteren Erkrankungen müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen. In Arztpraxen wird für viele Medikamente oder zusätzliche Leistungen oftmals eine Art Rezeptgebühr verlangt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet wird. Urlauber können sich durch den Abschluss einer Reisekranken-Versicherung vor möglichen hohen Kosten schützen.

Kroatien – Ferienanlagen mit eigenen Ärzten

Auch in Kroatien gilt die medizinische Versorgung als gut. Während die meisten Krankenhäuser in den Großstädten zu finden sind, gibt es in den touristischen Regionen oftmals Gesundheitszentren oder Ambulanzen mit Ärzten, die Englisch sprechen. Viele Ferienresorts oder Campingplätze beschäftigen Ärzte mit festen Sprechstunden in der Anlage, die akute Erkrankungen gleich vor Ort behandeln. Auch in Kroatien gilt die europäische Notfallnummer 112.

Niederlande – Medikamente im Drogeriemarkt

Die medizinische Versorgung in den Niederlanden ist mit qualifizierten Fachärzten und bestens ausgestatteten Krankenhäuser sehr gut. Die Mediziner und auch das Krankenhauspersonal sprechen in der Regel Englisch oder sogar Deutsch. Wer vor Ort Medikamente benötigt, erhält gängige Mittel wie Paracetamol oder Loperamid in der Drogerie. Allerdings sind sie im Durchschnitt teurer als in Deutschland. Wer regelmäßig Arzneimittel einnehmen muss, sollte diese daher schon in den Urlaub mitnehmen. Die Notrufnummer in den Niederlanden lautet 112 und kann von öffentlichen Telefonen aus kostenlos gerufen werden.

Österreich – Sicher auch bei Wanderunfällen

In unserem Nachbarland gilt die medizinische Versorgung als vorbildlich. Vor allem im Bereich der Unfallmedizin und Orthopädie gibt es in Österreich exzellente Experten. Um sich vor möglichen hohen Kosten bei der Unterbringung in einem Privathospital zu schützen, wird der Abschluss einer Reisekranken-Versicherung empfohlen. Wichtig ist dabei, dass die Übernahme von Such-, Rettungs- und Bergungskosten inkludiert ist. Diese können bei Wander- oder Skiunfällen schnell mehrere tausend Euro betragen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.

Schweiz – Hervorragendes Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist hervorragend und zählt zu den besten der Welt. Reisende können sich an Notfallpraxen oder Krankenhäuser wenden. Jedes Krankenhaus ist mit einer Notaufnahme ausgestattet. Die Notrufnummer in der Schweiz lautet 144. Apotheken richten sich nach den üblichen Öffnungszeiten, jede Region hat aber Notfall-Apotheken.

Aktuelle Informationen zur medizinischen Infrastruktur in zahlreichen Ländern weltweit erhalten Kunden der ERGO Reiseversicherung auch über die ERV travel & care App. Sie zeigt Reisenden abhängig von ihrem Aufenthaltsort die nächstgelegenen Krankenhäuser oder Apotheken an. Auch Warnhinweise zum jeweiligen Reiseland, lokale Notrufnummern und einen Medikamenten-Übersetzer finden User in der Smartphone-Applikation.