Farbenprächtig und spektakulär: FEINWERK Markt für echte Dinge lockt knapp 10.000 Besucher nach Schloss Fasanerie ++ Extravagante Aussteller, kreative Workshops und hochwertige Gastronomie ++ Konditorei Kreuter-Blum gewinnt „Prinz von Hessen“-Tortenwettbewerb

FULDA, 22. September 2019 (w&p) – Ein Veranstaltungshighlight für die ganze Familie: Zum dritten Mal verwandelte sich das herrschaftliche Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda am Wochenende in eine einzigartige Marktlandschaft. Bei warmem, sonnigem Herbstwetter ver-sammelten sich knapp 10.000 Besucher zum Staunen, Stöbern, Shoppen und Genießen. Rund 120 Aussteller präsentierten junges Design, hochwertiges Handwerk und abwechslungsreiche Kulinarik. Das Rahmenprogramm war ebenso vielfältig und reichte von Live-Musik auf zwei Bühnen über Workshops für Groß und Klein bis hin zu Führungen durch das Schloss.

Copyright: Andreas von Einsiedel

Krönender Höhepunkt: Am Sonntagnachmittag wurde die Endausscheidung des Backwettbe-werbs für die neue „Prinz von Hessen“-Torte auf der Bühne im Wirtschaftshof ausgetragen. Vor großem Publikum verkostete und bewertete die Jury – bestehend aus Floria Landgräfin von Hessen und Donatus Landgraf von Hessen, Patissière Anika Lauber, Krimiautorin Nele Neuhaus sowie hr3-„Morning Man“ Tobi Kämmerer – die Vorschläge von vier Finalisten. Letztlich konnte sich die Konditorei Kreuter-Blum behaupten. Das Unternehmen aus Wiesbaden setzte sich durch gegen JennS Tortenstudio, die Schlossküche im Biebricher Schloss und das Café Merci.

„Es macht mich stolz, dass FEINWERK sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit erfreut. Die Zahl der Aussteller wächst kontinuierlich und die Bekanntheit der Veranstaltung geht inzwi-schen weit über die Region Fulda hinaus. Das positive Feedback vieler Besucher und Beteiligten zeigt, dass wir mit dem FEINWERK-Konzept etwas Besonderes geschaffen haben“, so das Re-sümee von Floria Landgräfin von Hessen.

Echte Erlebnisse
Schon die Kulisse des Festivals ist eindrucksvoll: Die zum Teil von weit hergereisten Designer und Manufakturen verteilten sich auf Hofscheunen und ehemalige Stallungen, in atelierartigen Werkstätten und der historischen Küchenruine im Obstgarten wie auch den Wirtschaftshof von Schloss Fasanerie. Dabei zeichnet die besondere Produktvielfalt FEINWERK aus, aber auch die Tatsache, dass es Dinge gibt, die man sonst nicht leicht findet: So präsentierte Robert Balke auf dem Markt für echte Dinge seine Zeichenmaschine. Der Tübinger erschuf seine erste interaktive Maschine bereits während des Designstudiums in Aachen und erstellte mit ihr live vor Ort ein-zigartige Zeichnungen. Außergewöhnliche Taschen fanden sich in der eigens für FEINWERK geöffneten Malerwerkstatt von Schloss Fasanerie: Beim österreichischen Label Langackerhäusl, das aus Papier u. a. Schmuck und Taschen herstellt. Designmesser japanischer Art aus Damas-zener- und Monostahl, die er in der eigenen Silber- und Werkzeugschmiede herstellt, präsen-tierte Anselm Littschwager. Und auch kulinarisch gab es einige Entdeckungen: indische Ayur-veda-Küche, niederländische Süßwaren und Honigbier aus Kassel – um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Bei zahlreichen Workshops und Mitmachaktionen, die über alle drei Tage hervor-ragend besucht waren, wurde traditionelles Handwerk hautnah erlebbar. Groß und Klein ver-suchten sich im Ledernähen und Drachenbauen, schmiedeten Silberringe und -schalen, stem-pelten Grußkarten oder wickelten Kränze für ein ganz persönliches Andenken an den Markt für echte Dinge.

Auch in diesem Jahr hat eine bereits bewährte Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach interessante Exponate für FEINWERK beigesteuert. In Kooperation mit dem Schloss Fasanerie haben die jungen Künstler aus dem Projektseminar „Tafelkultur“ diverse Ob-jekte, Videoinstallationen und Performances erarbeitet. Ziel war es dabei, die Beziehung zwi-schen Kunst, Design, Essen sowie historischer und moderner Tafelkultur genauer zu untersu-chen. Vom Ergebnis konnten sich die Besucher an verschiedenen Stationen überzeugen: Die „Suppe im Haar“ ließ sich zum Beispiel bei den Objekten DIE HAARSCHALEN (Amelie Mattas) im Speisesaal finden. Was das Wirtschaftswunder mit dem TOAST HAWAII zu tun hat, beleuch-tete Felix Bröcker am Museumseingang.

Eine bunte Tüte an Aktivitäten boten auch die Schüler der Staatlichen Zeichenakademie Hanau während der drei Veranstaltungstage im eigens dafür entworfenen Pop-Up-Shop an. Die im Rahmen eines Unterrichtprojekts entstandenen „FEINWERK-Windspiele“ waren hier käuflich zu erwerben. Darüber hinaus konnten sich die Besucher bei Vorführungen und Mitmachaktionen vom Können der Metallbildner-Klasse überzeugen.

Nicht zuletzt in kulinarischer und musikalischer Hinsicht war FEINWERK ein Erlebnis. Ein Markt-platz für regionale Spezialitäten lud die Besucher ein, sich durch ein vielfältiges Speisen- und Getränkeangebot zu schlemmen. Auf zwei Bühnen präsentierten ganz unterschiedliche Bands – darunter erfahrene Künstler wie auch engagierte Newcomer – ihre Liebe zu „handgemachter“ Musik: Die Tanzkinder begeisterten die Zuhörer mit satten Grooves, während Maria Rui auf eingängige Melodien mit portugiesisch-brasilianischen Einflüssen setzte und die Performance von AnnaLu & Shavez die pure Lebensfreude ausstrahlte.

Copyright: Michael Holz

Organisationsleiterin Anja Heil zeigt sich zufrieden: „FEINWERK bot auch in diesem Jahr ein unglaublich breites Ausstellerspektrum – von Taschen aus Fischhäuten über hessisches Fudge bis hin zu upgecycelten Oldtimer-Scheinwerfern. Dabei freut uns besonders, dass Aussteller aus der gesamten Bundesrepublik und auch dem benachbarten Ausland den Weg nach Eichen-zell gefunden haben. Persönlich fand ich die Ausstellung der HfG Offenbach sehr spannend: Wie die jungen Künstler das Thema ‚Tafelkultur‘ interpretiert haben, hat mich begeistert. Ge-nauso die Präsentation und die Mitmachaktionen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Und herrlich war natürlich auch das Wetter an diesem Wochenende. Schöner hätte es nicht sein können! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!“

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