Reisetrend Kurzurlaub: Auch in 2018 standen Kurztrips bei den Deutschen hoch im Kurs

Kurzurlaubsreisen werden zudem immer stärker über digitale Kanäle gebucht

München, 10. April 2019 (w&p) – Kurzurlaube sind nicht nur mehr denn je im Trend, sie werden auch immer häufiger über digitale Kanäle gebucht: Dies ist das Ergebnis einer Erhebung durch den Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) und die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR). Die Zahl der Kurzurlaubsreisen der Deutschen im Alter von 14 bis 75 Jahren stieg im vergangenen Jahr erneut an – auf eine Gesamtzahl von 88 Millionen. Für 80 Prozent davon wurden digitale Buchungskanäle genutzt, im Jahr davor waren es noch 77 Prozent. Zu den Kurzreisen zählen alle Trips, die eine Dauer von zwischen zwei und vier Tagen haben.

In der Auswertung von FUR und VIR wurden 35,4 Millionen Kurzurlaubsreisende erfasst, die pro Person durchschnittlich 268 Euro für ihren Kurztrip ausgaben. Der Gesamtumsatz in diesem Segment stieg in 2018 somit auf jetzt 23,4 Milliarden Euro an.

74 Prozent der erfassten Kurzreisen spielten sich innerhalb Deutschlands ab, wobei nicht-städtische Destinationen insgesamt etwas häufiger besucht wurden als Städtereiseziele. Vor allem bei den 20- bis 29-Jährigen stehen Deutschlands Städte besonders hoch im Kurs. Am beliebtesten ist nach wie vor Berlin, gefolgt von Hamburg und München. Auf Platz vier rangierte 2018 die Stadt Dresden, die Köln überholen konnte. Die populärsten deutschen Bundesländer bleiben Bayern, Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Bei den populärsten europäischen Städtezielen liegt weiterhin Paris an der Spitze, London verbesserte sich von Platz vier in 2017 auf den zweiten Platz, gefolgt von Amsterdam, Prag und Wien. An die Spitze der beliebtesten Auslandsziele für Kurztrips schaffte es 2018 die Niederlande, Vorjahresspitzenreiter Österreicher folgt auf Platz zwei, auf dem unveränderten dritten Platz behauptete sich Frankreich.

Der weitere Blick in die Statistik zeigt, dass die Mehrheit der Kurzurlaubsreisen, nämlich rund 55 Prozent, im Sommerhalbjahr stattfinden. Bei der Nutzung der Verkehrsmittel konnten das Auto insbesondere bei Kurztrips in ländliche Regionen im Ausland und die Bahn bei kurzen Reisen in deutsche Städte zulegen.

Bei den Unterkunftsarten gewannen Hotels, Motels und Gasthöfe vermehrt deutsche Kurzurlauber für sich, vor allem bei Reisen in ausländische Städte. In ländlichen Regionen wurden im Vorjahr sowohl in Deutschland als auch im Ausland deutlich mehr Ferienhäuser und -wohnungen als noch in 2017 gebucht.

„Zweifelsohne ist der Kurzreisesektor weiterhin im Kommen“, kommentiert VIR-Vorstand Michael Buller die aktuelle Analyse von VIR und FUR. „Besonders erfreulich aus Sicht der Online-Reiseindustrie ist, dass die Reisebestandteile bei den Kurzreisen stärker denn je zuvor über digitale Kanäle gebucht werden. Dies unterstreicht, dass das dortige Angebot nicht nur vermehrt wahrgenommen, sondern auch genutzt wird.“

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