Zwei Turnierwochenenden, internationale Starterfelder, hochklassiger Sport und ein gut besuchtes Festivalgelände: Das 19. Chiemsee Pferdefestival ist am Sonntag auf Gut Ising zu Ende gegangen. Über 20.000 Besucherinnen und Besucher kamen in diesem Jahr an den Chiemsee, um die Reiterinnen und Reiter aus mehr als 24 Nationen im Parcours und Viereck zu erleben. Mit mehr als 500 Aktiven und rund 650 Pferden war das Festival auch sportlich international besetzt.
Dabei ging es auf Gut Ising längst nicht nur um Schleifen und Platzierungen. Die Isinger Marktwoche, die beiden „Gut Ising Future Champions“-Fohlenauktionen, das Kinderprogramm und die Veranstaltungen am Abend machten das Festival zu einem Ausflugsziel für Reitsportfans ebenso wie für Familien und Urlaubsgäste.
Christoph Leinberger, General Manager des Hotel Gut Ising, kommentiert: „Das Chiemsee Pferdefestival ist für Gut Ising jedes Jahr eine große Aufgabe, aber auch etwas, auf das wir uns sehr freuen. Wir haben auch in diesem Jahr großartigen Sport, begeisterte Gäste und eine besondere Festivalstimmung erlebt. Mein Dank gilt vor allem unserem Team, das mit viel Einsatz und Leidenschaft hinter dieser Veranstaltung steht, ebenso wie unseren Partnern und Sponsoren sowie den Reiterinnen und Reitern. Sie alle tragen dazu bei, dass das Festival seinen besonderen Charakter behält. Wir freuen uns schon jetzt auf die 20. Auflage – denn nach dem Festival ist bekanntlich vor dem Festival.“
Spannende Entscheidungen im Parcours
In der zweiten Festivalhälfte wurde das sportliche Programm um zahlreiche Dressurprüfungen ergänzt. Gleichzeitig standen weitere internationale Springprüfungen auf dem Programm. Namhafte Reiterinnen und Reiter sorgten im Viereck und im Parcours für hochklassigen Sport und spannende Entscheidungen.
Beim Grand Prix, einer Dressurprüfung der Klasse S*** am Donnerstag unter Flutlicht und Preis der Meggle GmbH & Co. KG, sicherte sich Carina Harnisch mit DSP Sheldon Cooper den Sieg. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Yara Reichert mit Springbank II VH und Franz Trischberger mit Sanrico 3.
Am Freitag stand mit dem Longines Ranking Springen CSI 2* die erste Qualifikation für den Großen Preis von Ising auf dem Programm. Den Sieg sicherte sich Basile Bettendorf (LUX) mit Poivre Bleu Du Gibet. Mohamad Mogheeth Alshehab (SYR) mit Carlotto S belegte Rang zwei, Sönke Aldinger (GER) mit Charly G. komplettierte das Podium.
Auch das Hauptspringen am Samstag, die zweite Qualifikation für den Großen Preis von Gut Ising, bot hochklassigen Sport. In der CSI 2*-Springprüfung mit Siegerrunde setzte sich Sönke Aldinger (GER) mit Kalouba durch. Auf den weiteren Plätzen folgten Franco Martinez (ARG) mit Electric Blue Du Gibet und Elisabeth Meyer (GER) mit Extra with Chilli Z.
Für einen ganz anderen sportlichen Wettkampf sorgte anschließend das Jump & Drive, präsentiert von Premium Cars Rosenheim. Beim Publikumsklassiker mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst mit dem Pferd den Springparcours bewältigen und anschließend möglichst schnell einen Geländewagen durch den Slalom steuern. Das sorgte für viel Tempo, spektakuläre Momente und gute Stimmung auf den Rängen.
Wie schon in den Vorjahren stand das Jump & Drive unter dem Motto „Bayern gegen den Rest der Welt“. Für das Team Bayern traten Lisa Oppermann, Helmut Schönstetter, Wolfgang Puschak und Felix Müller an. Das internationale Team bildeten Ella Palladino, Jenny Rankin, Sophia Mitchell und Ben Yoo. Am Ende entschied das Team Bayern den Publikumsklassiker für sich.
Ein Höhepunkt des zweiten Wochenendes war die Grand Prix Kür unter Flutlicht. Insgesamt verfolgten rund 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauer das Programm am Samstagnachmittag und -abend. Vor voll besetzten Tribünen sorgte die Kür für besondere Stimmung und echte Gänsehautmomente. Unter großem Applaus sicherte sich Carina Harnisch mit DSP Sheldon Cooper den Sieg in der Dressurprüfung der Klasse S***. Platz zwei ging an Yara Reichert mit Springbank II VH, gefolgt von Franz Trischberger mit Sanrico 3.
Zum Abschluss ging es am Sonntag im Parcours noch einmal um den großen Preis. Im „Großen Preis von Ising“ – Preis der Niedermayr GmbH & Co. KG – trafen die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum letzten Mal aufeinander. Nach einem spannenden Stechen sicherte sich Maximilian Weishaupt (GER) mit Cosmo von Imhoff den Sieg in der CSI 2*-Springprüfung. Thomas O’Brien (IRL) mit Saint Vidal S belegte Rang zwei vor Hendrik Mader (GER) mit Crancha 5.
Auch musikalisch wurde einiges geboten. Nach dem bayerischen Abend zum Auftakt des Festivals stand am zweiten Wochenende die Rider’s Night auf dem Programm. Damit gehörte auch das gemeinsame Feiern fest zum Chiemsee Pferdefestival.
Nachwuchs im Mittelpunkt: die „Gut Ising Future Champions“
Nicht nur die etablierten Sportlerinnen und Sportler standen in diesem Jahr im Mittelpunkt. Bei den „Gut Ising Future Champions“-Fohlenauktionen richtete sich die Aufmerksamkeit auf die nächste Generation. Gut Ising veranstaltete die Auktionen erneut gemeinsam mit dem Westfälischen Pferdestammbuch e. V. und der DSP Deutsches Sportpferd GmbH. Am zweiten Festivalwochenende folgte die zweite Auktion mit weiteren ausgewählten Spring- und Dressurfohlen. Den Höchstpreis erzielte das Hengstfohlen Checker van’t Merelsnest (Comme il faut NRW x Plot Blue) aus der Zucht von Gert Wezenberg mit 22.000 Euro.
Für Züchterinnen und Züchter sowie das Fachpublikum sind die Auktionen inzwischen ein fester Termin im Kalender. Gleichzeitig bieten sie den Besuchern die Möglichkeit, einen unmittelbaren Einblick in die Pferdezucht und die Entwicklung junger Sportpferde zu bekommen.
Festivalstimmung für die ganze Familie
Zwischen den Prüfungen wurde es auf dem Festivalgelände nicht langweilig. Bei der Isinger Marktwoche präsentierten zahlreiche Aussteller Mode, Schmuck und Kunst ebenso wie Reitsportartikel, Gartenideen und kulinarische Spezialitäten. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, über das Gelände zu bummeln und den Turniertag mit einem Einkaufs- oder Genussstopp zu verbinden. Auch für Familien war gesorgt: Ponyreiten, ein Elektro-Defender-Parcours, Kinderschminken und die Hüpfburg boten vor allem den jüngeren Gästen Abwechslung. Das kostenlose Angebot wurde während der beiden Wochenenden rege angenommen.
