Berlin, 14. Juni 2021: Andere Länder – andere RKIs: Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Einrichtungen wie das Robert-Koch-Institut und das Auswärtige Amt für Reisewillige massiv an Bedeutung gewonnen. Dem wöchentlichen Update der RKI-Liste fiebern Urlaubshungrige und Geschäftsreisende vielfach mit Spannung entgegen. Gleichzeitig bekommen wir vergleichsweise wenig darüber mit, wie andere Länder ihre Bestimmungen für Auslandsreisende und Rückkehrer festlegen. In Deutschland hat die Einteilung in Nicht-Risiko-, Risiko-, Hochrisiko- und Virusvariantengebieten den entscheidenden Einfluss, ob und wie es sich in das jeweilige Land reisen und vor allem zurückreisen lässt. Doch wie sieht die Reise-Realität in anderen Ländern aus? Die Geschäftsreise-Plattform TravelPerk hat einen Blick auf einige Nationen und Regionen geworfen.
Farbspiele im Vereinigten Königreich:
Auf eine Art Ampelsystem setzt zum Beispiel das Vereinigte Königreich, das Reiseländer entweder auf die Green-, Amber- oder die Red List setzt. Je nach Einteilung sind bei Rückreise dann Tests, Tests plus Quarantäne in den eigenen vier Wänden oder sogar eine Quarantäne im Hotel nötig.
Orientierung an der ECDC-Liste in Österreich:
An Farben orientieren sich indirekt auch die Behörden unseres Nachbarlandes Österreich. Seit dem 19. Mai gilt die sogenannte ECDC-Liste der EU als Säule für die Reise-Richtlinien. Eine freie Einreise ist zum Beispiel aus grünen und orangen Gebieten möglich. Rot steht für die Einreise mit Test, Impfung oder dem nachgewiesenen Status als Genesener. Für dunkelrote Gebiete ist zusätzlich eine Quarantäne vorgeschrieben.
BAG-Liste in der Schweiz:
Was bei uns das RKI, ist bei unseren Schweizer Nachbarn das BAG. Die Abkürzung steht für das Bundesamt für Gesundheit – dies setzt mit einer regelmäßig aktualisierten Liste fest, in welche Länder die Schweizer unter welchen Bedingungen reisen können und was sie nach Rückreise erwartet. Wichtiges Charakteristikum: Das BAG orientiert sich bei seinen Entscheidungen ganz maßgeblich daran, wie die Infektionslage im Vergleich zu den eigenen Inzidenzen ist. Ein Land muss also den Wert der Schweiz spürbar übersteigen, um auf der Liste der Risikoländer zu landen. Darüber hinaus behält das Amt aber auch weitere Aspekte im Auge – etwa, ob es die Angaben eines Landes zu Infektionszahlen für aussagekräftig hält.
Testpflicht selbst bei Inlandsreisen in Spanien:
Eine Sonderrolle in Europa nimmt Spanien ein. Wie viele andere Länder müssen Reisende aus dem Ausland ein Formular vor Einreise ausfüllen. Zudem ist zum Beispiel bei Ankunft aus Deutschland ein PCR- oder Schnelltest erforderlich – dies gilt auch für die besonders beliebten Inselgruppen der Kanaren und Balearen. Diese fordern den Test jedoch nicht nur bei Einreise aus dem Ausland, sondern selbst von Spaniern, die vom Festland auf die Inseln kommen.
Eher zweigeteilte Einreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten:
Recht unterschiedlich mit Einreisen aus dem Ausland ging man die vergangenen Monate in den Vereinigten Arabischen Emiraten um. Während Dubai die Tore recht weit öffnete und mit Tests die Gäste aus einer Vielzahl von Ländern willkommen hieß, schottete sich Abu Dhabi stark ab. Möglich war allerdings die Einreise über den dortigen Flughafen, wenn Reisende darlegen konnten, dass sie sofort nach Dubai weiterreisen. Nun öffnen sich die Emirate insgesamt. Vor kurzem kündigte auch Abu Dhabi an, die Einreise wieder deutlich zu erleichtern.
Rien ne va plus – weite Teile Asiens praktisch immer noch abgeriegelt:
Während es in den Ländern Europas ähnlich wie in Deutschland sehr dezidierte Regeln und Diskussionen rund ums Reisen gibt, sind immer noch große Teile der Welt so abgeriegelt, dass für die Bewohner an Urlaub im Ausland praktisch nicht zu denken ist. Das gilt insbesondere für die Nationen Asiens. In Thailand und Japan sind Ein- bzw. Rückreisen zwar möglich. Die Hürden sind durch ausgeklügelte Quarantäne-Regeln aber so hoch, dass sich wirklich nur aus dem Land traut, wer dazu einen ganz essentiellen Grund hat. Praktisch abgeschirmt sind Länder wie Vietnam oder Indien. Auch Australien und Neuseeland lassen ihre Bewohner faktisch nicht mehr aus dem Land.
Mexiko ist offen:
Deutlich lockerer geht es in Mittelamerika zu. Nur profitieren davon naturgemäß eher Urlauber, die in das Land hinein wollen als Einwohner, die in andere Länder und wieder zurück wollen. So zum Beispiel in Mexiko. Das Land verlangt bei Einreise zwar wie viele Nationen die Vorlage eines Einreiseformulars – Tests vor Abflug im Ausgangsland oder Quarantäne bei Ankunft spielen dort aber eher eine untergeordnete Rolle.
Schengen noch dicht für USA:
Reisen aus dem Schengen-Raum und damit aus Deutschland in die USA sind de facto derzeit nicht möglich. Daher können US-Amerikaner aktuell auch noch keinen Urlaub in Europa buchen. Ihre Ferien in Mexiko können sie zwar buchen. Die Landgrenze zwischen dem zentralamerikanischen Land und den USA ist jedoch faktisch noch dicht. Gleiches gilt für die Grenze zu Kanada.
Unternehmen, die die Geschäftsreise-Plattform TravelPerk für die Business-Reisen ihrer Mitarbeiter nutzen, profitieren von der Schnittstelle TravelSafe, die Orientierung im Dickicht der Reisebestimmungen bietet. Sie ermöglicht es jedem Reiseanbieter, die neuesten Informationen über die Regeln und Richtlinien, die für Reisen zwischen verschiedenen Orten gelten, in eine bestehende Reisebuchung zu integrieren. Mehr Informationen unter www.travelperk.com/travel-solutions/travel-restrictions/.
