München, 02. Mai 2022 (w&p) – Sehnsucht Tourismus: Egal, ob Urlaub oder Geschäftsreise: Der heutige Tourismus wird zur Qualitätsfrage und die Stellschrauben werden andere sein. Nach zwei Jahren mit Masken, Auflagen, Lockdowns, Lockerungen und Wellen sind mit der aufkommenden Frühjahrsaison fast alle Hürden gefallen. Die Maskenpflicht endet Schritt für Schritt – und das führt zu Verunsicherung und der Frage nach dem „Wie geht es weiter?“. Expertinnen und Experten aus der Touristik und weiteren Branchen haben ihre Einschätzung zu dieser Entwicklung geteilt. Sie geben Einblicke bezüglich des Tragens einer Maske im jeweiligen Unternehmen und richten ihre Wünsche sowie Handlungsempfehlungen an die Politik.
Thomas Jahn, Geschäftsführer AIB Kur GmbH & Co.KG:
Zurück zur Normalität mit Eigenverantwortung
„Aus meiner Sicht ist das grundsätzliche Ende der Maskenpflicht die richtige Entscheidung. Die Menschen sind aufgefordert, sich selbst verantwortungsvoll zu verhalten, das heißt, sich selbst und andere zu schützen, wenn sie infiziert sind oder zu einer Risikogruppe gehören. Das Coronavirus wird nicht mehr verschwinden und wir werden lernen müssen, damit zu leben. Das Ende der Maßnahmen ist für unsere Branche eine große Chance wieder zu einer gewissen Normalität zurückzukommen. Das ist auch dringend notwendig, weil die Unternehmen und die Mitarbeiter an der Grenze ihrer Möglichkeiten angekommen sind“, so Thomas Jahn, Geschäftsführer der AIB Kur GmbH & Co.KG. „Für die Zukunft müssen nun endlich die nötigen Strukturen aufgebaut werden. Dazu zählt in erster Linie eine umfassende Digitalisierung des Systems, um Abläufe zu beschleunigen und sicherer zu machen, aber auch um Kosten zu sparen. Wichtig ist, dass man aus den zurückliegenden zwei Jahren lernt und die Politik früher auf Fachwissen hört und mit Bedacht handelt.“ https://www.bad-aibling.de/
Dieter Dubkowitsch, Marktverantwortlicher Deutschland & Österreich Rhätische Bahn AG:
Die Schweiz ist Deutschland einen Schritt voraus
Die Schweizer Regierung hob nahezu alle Corona-Maßnahmen im Land auf. So leben die Eidgenossen ohne Beschränkungen. Schon lange fiel die Maskenpflicht in zahlreichen Bereichen, seit 1. April 2022 gilt sie nun auch nicht mehr im öffentlichen Verkehr. „Wir freuen uns für unsere Gäste, dass das Reisen wieder ohne Einschränkungen möglich ist. Gerade die sich ständig wechselnden Regeln führten vorher zu großen Unsicherheiten. Nach dieser langen Zeit der Vorschriften, setzt die Schweiz nun auf Eigenverantwortung“, so Dieter Dubkowitsch, Marktverantwortlicher Deutschland und Österreich bei der Rhätischen Bahn. „Unsere Fahrgäste lassen nun zu großen Teilen die Maske weg. Sie besuchen auch mit Freude wieder unseren Barwagen. Insgesamt halten sie dabei mehr Abstand zu Mitreisenden als zuvor, Einzelne tragen auch weiter Maske. Jeder handhabt das nach eigenem Ermessen und das sehe ich als sehr sinnvoll an.“ http://www.rhb.ch/
Michael Lidl, Geschäftsführender Partner TREUGAST Solutions Group:
Mehr agieren statt reagieren
„Das schrittweise Ende der Maskenpflicht ist einerseits ein Stück Normalität und andererseits ein Stück Verwirrung. Das wird sich aber schnell einspielen. Wir dürfen uns auf einen Sommer des Aufschwungs freuen“, so Michael Lidl, Geschäftsführender Partner TREUGAST Solutions Group. „Auf politischer Ebene wünschen wir uns einen erkennbaren Plan für den Herbst und Winter. Nach Ablehnung der Impfpflicht gibt es bislang keine anderen Lösungen. Wir kennen das Virus mittlerweile gut, könnten also bereits heute ‚Was-wäre-wenn-Analysen‘ durchführen sowie einen Stufenplan für entsprechende Szenarien entwickeln und kommunizieren: Soll es wieder eine Sonderregelung für Kurzarbeit geben, wird es erneut Förderprogramme im Falle von Einschränkungen des Geschäftsbetriebes geben, ab welchen Inzidenzen bzw. Hospitalisierungsraten müssten Reisebeschränkungen eingesetzt werden? Für Unternehmen wäre diese Planbarkeit enorm wichtig, um mit möglichst wenig Verlusten und Hilfen über den Winter zu kommen. Aber die Regierung wartet lieber ab und reagiert – anstatt auf aktuelle Geschehnisse zu agieren und zu planen.“ https://www.treugast.com/
Thorsten Lehmann, Geschäftsführer Sunny Air Solutions:
Öffentliches Leben lockern – Arbeitgeber verpflichten
Ein Großteil der Infektionsschutzmaßnahmen gehört der Geschichte an. Mit Blick auf die Arbeitswelt entsteht ein Spannungsfeld. „In Zeiten von hohen Inzidenzen die Maskenpflicht auszusetzen, halte ich für fragwürdig. Gerade da sie sehr effektiv schützt“, erklärt Thorsten Lehmann, Geschäftsführer des Luftreinigungs-Experten Sunny Air Solutions. „Ansteckungen erfolgen so leichter – und unwissentlich Infizierte tragen das Virus nach Ende der Homeoffice-Pflicht mit ins Büro. Gleichzeitig verpflichtet die neu angepasste Arbeitsschutzverordnung Firmen, Mitarbeitenden Sicherheit zu bieten. Für Betriebe bedeutet das, umfangreiche Maßnahmen zu ergreifen. Entsprechend beraten wir gerade zahlreiche Unternehmen mit Blick auf dauerhaft gesunde Raumluft. Auch bei uns intern gibt es keine Änderungen verglichen mit den letzten Monaten. Abstand, Handdesinfektion, Luftreinigung, Buchung der Arbeitsplätze, Homeoffice: Wir tun alles dafür, damit die Mitarbeitenden bei uns in einem sicheren Umfeld sind. http://www.sunnyairsolutions.com/
