Radenthein, Juni 2026 (w&p) – Viele Orte in Deutschland und Österreich erleben gerade Sommertage, an denen nicht erst der Wetterbericht sagt, dass Abkühlung gebraucht wird. Die erste Hitzewelle des Jahres ist angerollt, die Temperaturen bleiben konstant über dreißig Grad – und damit auch das Bedürfnis nach Orten, die den Sommer erträglicher, ruhiger und bewusster machen. In der Region Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge sind das jene Plätze, die Einheimische seit jeher aufsuchen, wenn es heiß wird: kühle Schluchten, schattige Wälder, klare Seen, sanfte Höhenlagen und Plätzen, an denen weniger Programm mehr Erholung bedeutet. Hier ist der „Coolcation“-Trend nicht neu, sondern die natürliche Antwort auf heiße Tage. Schon die Sommerfrische führte Gäste vor mehr als hundert Jahren an die Kärntner Seen und in die Berge. Heute wird daraus eine zeitgemäße Form des Slow Travel: weniger Hitze, mehr Natur, bewusste Auszeit, weniger Erlebnisdruck – eben alle im richtigen Maß.
Orte, an denen die Hitze Pause macht
Wenn die Temperaturen steigen, zeigt sich die Qualität einer Region nicht nur an ihren großen Panoramen, sondern an ihren stillen Rückzugsorten. Genau hier setzen die Cool Down Places zwischen Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und den Nockbergen an. Diese ausgewiesenen, frei zugänglichen Naturorte mit angenehmem Mikroklima, Schatten, Wasser, Ruhe und Sitzmöglichkeiten sind Orte für alle, die bewusst einfach mal durchatmen wollen. Die Plätze folgen einer einfachen Idee: Der Sommer muss nicht immer laut, voll und heiß sein. Manchmal reicht ein schattiger Weg, eine Quelle, ein Seezugang oder ein Stein am Bach. Dazu zählen etwa die Granatschlucht in Radenthein mit kühlem Nass, Waldduft und ihrem charakteristischen Gestein, der Schluchtweg Millstatt entlang des Riegerbachs, der direkt aus dem Ortszentrum in eine erfrischende Anderswelt führt, oder die Grundalm im UNESCO Biosphärenpark Kärntner Nockberge, wo Naturbegegnung, Barrierefreiheit und alpine Ruhe zusammenkommen. Auch das Stift in Millstatt mit seinem romanischen Kreuzgang, die Tiebelquellen, die Ursulaquelle auf der Hochrindl, die Schlucht St. Oswald mit Trinkbrunnen Oswaldi Quelle oder der Stadtpark Spittal zeigen, wie vielfältig Abkühlung sein kann: manchmal als Wasser, manchmal als Wald, manchmal als Weitblick.
Slow Travel statt Sommerferienprogramm
Eine „Coolcation“ in der Region bedeutet nicht, den Sommer zu verpassen. Es bedeutet, ihn anders zu nutzen. Morgens ans Wasser. Mittags in den Schatten. Nachmittags in der Höhe. Abends in der Therme oder an einem Platz mit Aussicht. Dieser Rhythmus wirkt – anders als ein voll geplantes Programm – ganz natürlich und lässt Gäste auch an warmen Tagen so richtig runterkommen. Besonders deutlich wird das auf den Slow Trails rund um den Millstätter See und den Maltschacher See. Sie sind keine Wege, die möglichst schnell bewältigt werden sollen, sondern bewusst langsame Naturpfade mit Seeberührung, Waldduft und Weitblick. Der Slow Trail Mirnock führt durch dichten Wald zu Lichtungen und Aussichtsplattformen über dem Millstätter See. Am Südufer wird der Weg zum Schattenraum am Wasser. Am Maltschacher See verbindet sich leichte Bewegung mit stiller Naturbeobachtung. Hier entsteht jene Form von Erholung, die nicht nach Aktivität klingt, aber lange nachwirkt: gehen, schauen, atmen, bleiben.
Wer gerne etwas aktiver unterwegs ist, findet am Golfplatz Bad Kleinkirchheim – dem höchstgelegenen Golfplatz Kärntens – ideale Bedingungen für eine entspannte Runde in angenehm kühler Bergluft. Umgeben von den sanften Nockbergen verbindet sich hier sportlicher Genuss mit beeindruckenden Ausblicken und wohltuenden Temperaturen – auch an warmen Sommertagen.
Abkühlung gefällig? Zwischen Wannenbaden, Waldbaden und Kaltbaden
Wer Coolcation weiterdenkt, landet schnell bei Achtsamkeit und der Kraft der Berge. Die Region bietet zahlreiche natürliche Rückzugsräume: Wälder, Almen, Bergseen, Quellorte, Hochmoore und sanfte Gipfel, die sich für bewusste Bewegung, Waldbaden, Yoga oder stille Wanderungen eignen. Auch Kaltbaden wird in den Almseen auf der Turracher Höhe oder dem Falkert zur bewussten Auszeit. Klares Wasser, sichere Anleitung und wärmende Rückzugsorte verbinden Kälte, Natur und mentale Stärke. In Kombination mit Yoga, geführten Wanderungen oder einem Aufenthalt am See entsteht daraus kein schneller Trendmoment, sondern ein Wellbeing-Erlebnis, das Körper und Geist in Einklang bringt. Auch am Millstätter See wird Wellness reduziert und naturnah gedacht. Beim AlmBad auf rund 1.700 Metern Höhe verbindet sich eine freistehende Holzbadewanne mit Quellwasser, Seeblick und Bergluft.
ZEITplätze: Wo die Uhren langsamer laufen
Zwischen See und Berg finden Reisende hier neue Lieblingsorte, an denen der Moment im Mittelpunkt steht. Die ZEITplätze der Region sind extra dafür ausgewählte Plätze, die für ein Urlaubsverständnis stehen, das sich über Qualität, Landschaft und bewusste Reduktion definiert, und wo ZEIT wieder spürbar wird: Auf der ZEITbank am Falkert auf über 1.700 Metern Höhe mit Blick über den See – der kühlste Ort an heißen Sommertagen ist eben nicht immer der spektakulärste, sondern der, an dem man nichts leisten muss.


