150 Jahre Erfolgsgeschichte der Postkarte: Analoges Medium überzeugt auch Digital Natives

Berlin, 18. Juli 2019 (w&p) Die Postkarte feiert dieses Jahr ihr 150. Jubiläum – und trotz ihres stolzen Alters ist sie angesagt wie eh und je. Auch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung kann daran nichts ändern: Postkartenschreiben liegt nach wie vor im Trend. In einer repräsentativen Umfrage von MyPostcard, der App mit dem weltweit größten Postkarten-Angebot, geben über die Hälfte der Befragten an, regelmäßig Postkarten zu verschicken. Was früher zusammen mit Liebesbriefen und anderen Erinnerungen oft in einer Kiste gesammelt und wie ein Schatz gehütet wurde, landet jetzt wieder vermehrt am Kühlschrank anstatt nur in den Tiefen des Handyspeichers. Als Postkarten-App bringt MyPostcard die gute alte Postkarte ins 21. Jahrhundert. In der aktuellen Studie fragt die App gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov, wie relevant das Medium Postkarte heute noch ist.

Die WhatsApp Nachricht des 19. Jahrhunderts

Die Anfänge der Postkarte gehen zurück bis ins 18. Jahrhundert. Vor genau 150 Jahren feierte sie schließlich als sogenannte „Correspondenzkarte“ in Österreich ihr Debüt und revolutionierte die bis dahin bekannte Art der Kommunikation. Eine günstige Alternative zum Brief, gedacht für knappe Nachrichten – quasi wie eine WhatsApp-Nachricht des 19. Jahrhunderts. Für Motive war damals kein Platz. Doch wie so vieles unterlag auch ihr Schicksal immer wieder dem Wandel. Was mit kleinen persönlichen Zeichnungen begann, setzte sich schließlich, mit der Druckentwicklung im 20. Jahrhundert, in Form von Lithografien und Fotografien auf der Postkarte durch. Die moderne Postkarte, so wie man sie heute noch kennt, war geboren.

Emotionales Luxusgut im DIN A6 Format

Sie hatte ihre Höhen und Tiefen und seit Jahrzehnten wird ihr angesichts des digitalen Wandels das Aussterben prophezeit. Doch Getreu dem Motto „Totgesagte leben länger“ trotzt die Postkarte allen neuen Entwicklungen, bunten Social Media Posts und schnellen Messenger-Botschaften. Die Zahlen der neuesten, repräsentativen Umfrage von MyPostcard und YouGov belegen es: Rund 57 Prozent der Deutschen versenden weiterhin Postkarten. Das Medium Postkarte birgt noch immer einen hohen Nostalgiewert und vermittelt Emotionen, wie es eine Messenger Nachricht niemals im Stande sein wird. Und wer hofft nicht insgeheim bei dem Weg zum Briefkasten auf diesen ganz besonderen Gruß? Postkarten sind etwas Besonderes, nie werden sie x-beliebig versendet – jeder Empfänger nimmt für den Schreiber einen exklusiven Stellenwert ein. Die Postkarte geht also nur an einen ausgewählten Familien- oder Freundeskreis und ist damit so etwas wie ein „emotionales Luxusgut“. Mit diesem kleinen, viereckigen Stück Papier zeigen die Menschen ihren Liebsten seit jeher, wie sehr sie an sie denken, gratulieren zu Geburtstagen und Taufen und schicken die langersehnten Weihnachtswünsche in alle Ecken der Welt.

Urlaub – die Hauptsaison für Postkartenschreiber

Neben Geburtstagsgrüßen und Weihnachtskarten, die bei den Postkartenschreibern derzeit auf Platz 2 und 3 liegen, ist es immer noch der Urlaub, der die meisten zum Stift greifen lässt. 38 % der Deutschen schicken laut Umfrage ihre Grüße an die Daheimgebliebenen in Form von handgeschriebenen Postkarten oder mit Hilfe von Postkarten-Apps. Ob also ein Touristen-Motiv aus dem Souvenirshop am Strand oder personalisierte Grüße, die mit den eigenen Urlaubsfotos ergänzt werden – über eine Postkarte im Briefkasten freuen sich 86 % der Deutschen, egal ob sie selbst auch regelmäßig Karten senden oder nicht.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer repräsentativen Online-Umfrage von YouGov Deutschland, durchgeführt im Auftrag von MyPostcard. An der Umfrage vom Juni 2019 nahmen insgesamt 2.064 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Für die vollständigen Studienergebnisse melden Sie sich gerne bei henriette.herfeldt@wilde.de oder telefonisch unter +49 (0)89 17 91 90 – 21.

Credit: unsplash
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